Bietigheim konnte nicht für die Überraschung sorgen

Im vierten Gruppenspiel verlor die SG BBM Bietigheim am Samstagnachmittag, 2. November, mit 30:36 (15:18) bei Brest Bretagne und wartet damit weiter auf den ersten Sieg in der EHF Champions League-Saison 2019/20.

Vor einer atemberaubenden Kulisse von knapp 3800 Besuchern in der stimmungsgeladenen Arena in Brest entwickelte sich wie schon beim ersten Aufeinandertreffen vor zwei Wochen ein energischer Schlagabtausch. Zunächst lag Brest vorne, doch bis zur 10. Minute kämpfte sich Bietigheim auf 4:4 heran. Nach 15 Minuten, als die nun stärker werdenden Französinnen mit 9:7 führten, nahm SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen seine erste Auszeit. Bietigheim spielte weiter fokussiert, hatte jedoch einige Male Pech im Torabschluss – ganz anders Brest, das in der Offensive konsequent vor allem aus dem Rückraum traf. Der Deutsche Meister zeigte im ersten Abschnitt Kämpferqualitäten und kam durch Karolina Kudlacz-Glocs Treffer auf 11:12 heran. Es blieb zunächst ein enges Duell, in dem die Startruppe aus Brest, auch dank seiner wurfgewaltigen Weltklasse-Rückraumspielerin Ana Gros, die in der ersten Halbzeit gleich zehnmal traf, mit einer 18:15-Führung in die Halbzeitpause ging.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts, in den Bietigheim in Unterzahl startete, gab der aktuelle französische Tabellenzweite weiter Gas. 22:17 stand es nach 35 gespielten Minuten für Brest, Martin Albertsen musste mit seiner zweiten Auszeit einschreiten. Jedoch dominierten die Gastgeberinnen weiter das Spiel, bauten ihre Führung aus und hielten die Bietigheimerinnen stets auf Schlagdistanz, die kein Mittel gegen die gegnerische Offensive fanden. Zudem stand mit der Dänin Sandra Toft die überragende Torhüterin des Spiels im Kasten der Französinnen.

So endete die Partie nach 60 Minuten mit 36:30 für Brest Bretagne, das sich damit bereits frühzeitig für die Hauptrunde qualifizierte.

Wir standen heute nicht gut in der Abwehr und haben unser Champions League-Niveau vermissen lassen. Brest hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Unser Fokus gilt jetzt dem Spiel am Mittwoch gegen den Thüringer HC, wo ich eine deutliche Steigerung meines Teams erwarte", so SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen.

Tore: Naidzinavicius 7/4, van der Heijden 5, Woller 5, Kudlacz-Gloc 4, Aardahl 3, Malestein 2, Loerper 2, Berger 1, Gautschi 1

Im zweiten Spiel der Gruppe C verlor Ramnicu Valcea bereits gestern zuhause gegen Buducnost mit 20:21. 

Am kommenden Mittwoch, 6. November, folgt für die Bietigheimerinnen das absolute Spitzenspiel in der Handball Bundesliga Frauen, wenn der Thüringer HC um 20 Uhr in der Ludwigsburger MHPArena zu Gast ist.

 

Alle News

Spiele

Tabelle