Bietigheim schießt Buxtehude aus der Halle

Die SG BBM Bietigheim gibt sich auch am 19. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen (HBF) keine Blöße. Am Samstagabend gewann der Tabellenführer gegen den Buxtehuder SV souverän mit 40:22 (18:13). Damit stehen die SG BBM-Ladies weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze und reisen voller Selbstbewusstsein zum Spitzenspiel in einer Woche zum Thüringer HC.

Im Spiel gegen den Tabellensechsten musste SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen auf Rechtsaußen Angela Malestein und Linksaußen Kim Braun verletzungs- bzw. krankheitsbedingt verzichten. Dafür rückte SG-Talent Ann Kynast aus dem Drittliga-Team in den Kader.

Die Gastgeberinnen begannen vor 912 Zuschauern gewohnt druckvoll. Nach rund fünf Minuten lag der Spitzenreiter folgerichtig mit 4:2 vorne – zweifache Torschützin war Laura van der Heijden. Auch in der Folgezeit war die SG BBM weiter auf Kurs, Buxtehude ließ sich aber nicht abschütteln. 10 Minuten waren gespielt, als BSV-Trainer Dirk Leun beim Stande von 6:4 seine erste Auszeit nahm. Direkt im Anschluss ließ die heute sehr überzeugende Luisa Schulze das 7:4 folgen. Mit Fie Wollers Treffer zum 11:7 nach 15 Minuten konnten sich die SG BBM-Ladies erstmals mit vier Toren absetzen. Dieser Vorsprung hatte dann auch bis zur 20. Minute Bestand, nachdem die heute sich in Topform präsentierende Laura van der Heijden und Antje Lauenroth auf 15:9 stellten. Der Tabellensechste konnte sich jedoch wieder berappeln und verringerte den Abstand auf fünf Treffer, so dass es mit einem verdienten 18:13 in die Halbzeitpause ging.

Anna Loerper war es, die mit ihrem bis dato fünften erfolgreichen Siebenmeter den ersten Treffer im zweiten Durchgang zum 19:13 erzielte. Laura van der Heijden und die überragende Karolina Kudlacz-Gloc verwandelten zum 21:14. Buxtehude wurde in dieser Phase schlichtweg vom SG BBM-Express aus dem Weg geräumt und scheiterte in der Offensive ein ums andere Mal an Dinah Eckerle. Von der Leistung im DHB-Pokal-Viertelfinale, als der Buxtehuder SV an gleicher Stelle eine wahre Pokalschlacht lieferte, ließ Bietigheim heute nicht ansatzweise zu.

Nach 38 Minuten war Bietigheim mit zwölf Toren vorne – 26:14 lautete der verdiente Spielstand, das Match war entschieden. Wenn der BSV einmal durch das sichere Abwehrbollwerk des Spitzenreiters kam, scheiterten sie an Dinah Eckerle und Valentyna Salamakha. In der Offensive trafen die Bietigheimerinnen zudem von allen Positionen und zeigten Traumhandball. Den 30. Treffer markierte Luisa Schulze mit einem unnachahmlichen Heber vom Kreis. Die Bietigheimerinnen spielten sich jetzt in einen Rausch und bauten die Führung weiter beeindruckend aus. Letztendlich stand einer in dieser Höhe verdienter 40:22-Sieg des Tabellenführers. Die Art und Weise wie Bietigheim über 60 Minuten agierte, zeigt, dass der Spitzenreiter für das HBF-Topspiel am kommenden Samstag gewappnet ist.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen sagte im Anschluss an die Begegnung: „Mit 18 Toren gegen eine gute Mannschaft wie Buxtehude zu gewinnen, ist einfach Wahnsinn! Glückwunsch an mein Team zur in allen Mannschaftsteilen überragenden, hochfokussierten Leistung.“

Spielerin des Spiels wurde Karolina Kudlacz-Gloc, wobei die Jury die Qual der Wahl hatte, da so gut wie alle SG-Ladies eine klasse Leistung abgeliefert haben.

Tore: Kudlacz-Gloc 7, Woller 6, van der Heijden 6, Loerper 6/6, Schulze 5, Lauenroth 4, Hoekstra 3, Naidzinavicius 2, Visser 1

Am kommenden Samstag, 6. April, kommt es nun zum absoluten Spitzenspiel zwischen dem Thüringer HC und der SG BBM Bietigheim. Anwurf in Bad Langensalza ist um 18 Uhr.

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